Kinderfeuerwehr vor der Gründung Jahresversammlung der Feuerwehr Riedenburg mit Ehrungen und Bilanz

Die Stützpunktfeuerwehr Riedenburg steht kurz vor der Gründung einer Kinderfeuerwehr. Als Grundlage wurde bei der Jahresversammlung am Samstagabend einstimmig eine Satzungsänderung beschlossen. Mit Alexander Sollinger und Rebecca Dräger steht bereits die Leitung fest. Ferner gab es mehrere Ehrungen und Beförderungen.

„Das vergangene Jahr war erneut geprägt von vielfältigen Einsätzen, kameradschaftlichem Zusammenhalt und großem Engagement“, stellte der Vorsitzende Bernhard Egerer in seinen einleitenden Worten fest. Anschließend gedachten die Versammlungsteilnehmer in einer Schweigeminute des ehemaligen aktiven Mitglieds Helmut Scheidl.

Auf die Grußworte von Bürgermeister Thomas Zehetbauer (CWG) folgte der Rückblick des Vorsitzenden. Dem Feuerwehrverein gehören aktuell 153 Mitglieder an – davon leisten 70 aktiven Dienst und 37 sind als Förderer eingetragen. Abordnungen der Riedenburger Feuerwehr beteiligten sich an Festivitäten in Eutenhofen, Neuenhinzenhausen, Peising und Lohstadt-Gundelshausen. „Im Mai haben wir am Florianstag mit Fahnenweihe in Schaitdorf teilgenommen“, blickte Egerer zurück. Ferner konnte das Johannisfeuer entzündet werden und beim Riedenburger Volksfest organisierte man die Schafkopfstadtmeisterschaft. Der für September geplante Vereinsausflug musste aus terminlichen Gründen abgesagt werden. In einem Schweigemarsch ging es im November zum Totengedenken. Der Dezember war geprägt vom Christkindlmarkt sowie dem Christbaumverkauf. Die Weihnachtsfeier wurde mit einem Fackelzug zur Rosenburg, einem Lagerfeuer und dem Besuch des Nikolaus abgehalten. In diesem Jahr will man an den Gründungsfesten in Langenkreith, Perletzhofen, Maierhofen und Oberpindhart teilnehmen.

71 Übungen im vergangenen Jahr

Es folgte der Tätigkeitsbericht des Kommandanten Johann Bühler. In 71 Übungen leisteten die Einsatzkräfte 1491 Stunden Dienst. Im Februar konnten erste Gespräche mit dem Ausschreibungsbüro zur Anschaffung eines Mehrzweckfahrzeugs (MZF) geführt werden. „Wie werden auch in den nächsten Monaten einiges an Zeit aufwenden müssen, um ein sinnvolles Ergebnis zu erreichen“, informierte der Kommandant. Als „kleine Herausforderung“ bezeichnete Bühler die technische Vorbereitung zur Umstellung der neuen Einsatzleitsoftware des Landkreises Kelheim. Besonderer Dank galt dem Sachgebietsleiter für Zentrale/Funk, Christian Zacherl.

Der Riedenburger Feuerwehr gehören zurzeit 65 Aktive an. Neuer unter den 34 Atemschutzträgern ist Alexander Kefer. „2025 mussten wir 61-mal ausrücken, wobei wir von größeren Unwettereinsätzen verschont geblieben sind“, so der Kommandant. Sie gliederten sich auf in 13 Brandeinsätze, 37 technische Hilfeleistungen, drei Einsätze mit ABC-Gefahrenstoffen, vier Sicherheitswachen und vier Einsätzen mit sonstigen Tätigkeiten. Damit waren die Feuerwehrler 667 Stunden im Einsatz. Eine Gruppe legte das Leistungsabzeichen THL ab. Insgesamt leistete die Stützpunktfeuerwehr Riedenburg 2158 Stunden Dienst. „Eine beachtliche Leistung“, so Bühler.

Für den 9. Januar ist die Skifahrt nach Südtirol geplant. Der regelmäßige Übungsbetrieb beginnt nach dem Fasching. Urkunden für langjährige Zugehörigkeit erhielten Jonas Gmeiner (zehn Jahre), Michael Egerer und Max Perras jun. (20 Jahre), Patrick Zell (30 Jahre), Robert Egerer und Konrad Wittmann (40 Jahre) sowie Norbert Riegler (50 Jahre). Zum Hauptlöschmeister wurde Martin Ferch, zum Brandmeister Johann Bühler und zum Hauptbrandmeister Albert Egerer befördert.

Für langjährige Feuerwehrzugehörigkeit wurden einige Kameraden ausgezeichnet. – Foto: Anton Patzelt

Den Bericht über die Jugendfeuerwehr trug Martin Ferch vor. Acht Jugendliche leisten zurzeit hier ihren Dienst. Ferch konnte mit Celin Kinder einen Neuzugang begrüßen. Die Mitglieder beteiligten sich an Florianstag, Johannisfeier, Volksfestauftakt und am Schafkopfrennen. Ebenso an der Großübung in Weltenburg, dem Kreisjugendfeuerwehrtag in Wildenberg und dem Wissenstest in Kelheim.

Als einer der höchsten Auszeichnungen der Deutschen Jugendfeuerwehr konnte eine „reine Mädels-Gruppe“ mit sechs Jugendlichen in Staffelbesetzung an der Deutschen Jugendleistungsprüfung in Riedenburg teilnehmen. In 14 Übungen leisteten die Jugendlichen 155 Stunden – somit kommen sie auf insgesamt 235 Stunden Feuerwehrdienst. Im Ausblick auf 2026 nannte Ferch einen Ausflug, die Bayerische Jugendleistungsspange, die Jugendgroßübung, den Kreisjugendfeuerwehrtag mit Zeltlager in Rohr und den Wissenstest.

Zwei Satzungsänderungen einstimmig beschlossen

Einstimmig wurden zwei Satzungsänderungen beschlossen. Aufgrund der zu gründenden Kinderfeuerwehr dürfen künftig Buben und Mädchen unter zwölf Jahren Mitglieder werden. Fördernde Mitglieder unterstützen zwar den Verein durch finanzielle Beiträge oder anderen Dienstleistungen, haben aber kein Stimmrecht mehr.

Zum Schluss gab Alexander Sollinger noch ein paar Informationen zur demnächst geplanten Kinderfeuerwehr. Die Leitung übernehmen Sollinger und Rebecca Dräger. Die einzelnen Aufgaben sollen jedoch auf mehrere Schultern verteilt werden. Geführt wird die Kinderfeuerwehr als Untergruppe der aktiven Mannschaft. Zeitnah will man mit einem Elternabend starten und die Anzahl der Kinder vorerst auf 20 begrenzen. Geplant sind monatliche Treffen, wenn möglich samstags.

Quelle: : Anton Patzelt